Jeanette Biedermann: Von wegen Schnuckelchen!InterviewJeanette, die Fans der Serie „Anna und die Liebe” müssen neuerdings ohne dich auskommen: Wie konntest du ihnen das antun?Jeanette: (lacht) Es war ja von Anfang an geplant, dass ich auf Tour gehen werde und dafür aus der Serie aussteige. Jetzt hoffe ich einfach, dass mich alle, die Anna vermissen, auf Tour besuchen kommen.
Bedeutet dein Ausstieg, dass dein Herz doch mehr für die Musik als für die Schauspielerei schlägt?Jeanette: Das kann man so nicht sagen, denn bevor ich auf Tour gehe, drehe ich noch einen Film. Er heißt „Callgirl Undercover”, ich spiele eine Prostituierte. Also von Anna, dem schüchternsten Mädchen der Welt, zur Prostituierten. Das nenn' ich mal ordentlich!
Kommen wir zu deinem aktuellen Album: Vor einigen Jahren gab's die Rocklady Jeanette, „Undress To The Beat” geht jetzt mehr in Richtung Elektropop und Clubsounds. Wie kam's zum Stilwandel?Jeanette: Ich finde, ein Album sollte immer ein Zeitdokument sein – und deshalb klingen meine Alben immer verschieden. Wenn ich Songs schreibe, spiegeln sie immer meine jeweilige Lebenssituation. Und die ist bei jedem Album eine andere.
Deine zuletzt erschienene Single heißt „Solitary Rose” – hast du im Text persönliche Erfahrungen verarbeitet?Jeanette: Ja, absolut. Als ich „Solitary Rose” schrieb, gab es eine Phase, in der ich mich einsam fühlte. Aber in dem Song geht es ja darum, keine Angst davor zu haben, einsam zu sein, und nicht zwangsläufig einen Menschen an seiner Seite haben zu müssen.
Eine Rose ist schön, aber sie hat auch Dornen. Hast du auch Dornen?Jeanette: (lacht) Ja, ich kann schon auch Dornen ausfahren.
Und wer bekommt deine Dornen zu spüren?Jeanette: Ich fahre sie eigentlich sehr selten aus. Zu spüren bekommt sie nur, wer mich ganz doll ärgert. Bis ich meine Dornen ausfahre, muss man aber schon sehr viel anrichten.
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