Interview: Was Jeanette Biedermanns Geist guttutDie Schauspielerin und Sängerin über die neue Telenovela „Anna und die Liebe“ und den Druck
Ein Jahr nach dem Ende der Telenovela „Verliebt in Berlin“ will Sat.1 mit einer neuen Aschenputtel-Serie beim jungen Publikum punkten: Popsternchen und Schauspielerin Jeanette Biedermann, 27, spielt in „Anna und die Liebe“ (ab Montag, 25. August, 19 Uhr) die süße Anna Polauke, deren Traum es ist, für eine Werbeagentur zu arbeiten – sie ist in den Juniorchef bis über beide Ohren verliebt. Doch Anna ist zu schüchtern und vermasselt jede Gelegenheit. Also schnappt die intrigante Halbschwester ihr Mann und Job vor der Nase weg. Wie Anna viele Hindernisse überwindet, um am Ende doch noch ihr Glück zu finden, erzählt die Telenovela montags bis freitags in zunächst 252 Folgen. Für Biedermann ist es nicht der erste Serieneinsatz: Von 1999 bis 2004 spielte sie in der Seifenoper „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ bei RTL. Ein Gespräch über Schüchternheit und den Druck, der auf ihr lastet.Frage: In „Anna und die Liebe“ spielen Sie eine schüchterne junge Frau, die privat und beruflich einfach nicht ihr Glück findet. Wie schüchtern sind Sie?Jeanette Biedermann: Ich bin alles andere als schüchtern, ich habe nicht einmal einen Funken Schüchternheit in mir. Insofern ist es wirklich eine echte Herausforderung für mich, einen Charakter zu spielen, der so gar nichts mit mir zu tun hat.
Wie kann man ein Mauerblümchen verkörpern, wenn man sich regelmäßig vor Tausenden auf der Bühne als Popstar produziert?Biedermann: So was spielt man aus dem Gefühl heraus. Wenn ich zu Ihnen sage: Seien Sie mal schüchtern, dann nehmen Sie automatisch die richtige Körperhaltung ein. Das ist etwas, was im Kopf passiert, ich musste also nicht unbedingt spezielle Bewegungen lernen. Ich habe mich außerdem mit dem Thema Sozialphobie befasst, so nennt man extreme Schüchternheit. Es ist unglaublich, wie weit verbreitet das ist. Die Betroffenen haben große Probleme, einen Partner oder den richtigen Job zu finden.
Blüht Anna denn am Ende auf, so wie in anderen Telenovelas aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird?Biedermann: Es wird sich natürlich schon etwas verändern. Anna ist ja nicht einfach nur ein schüchternes Mädchen, sondern ein interessanter und intelligenter Mensch, sie ist kreativ und hat Ideen. Es wäre schnell langweilig, nur jemanden zu spielen, der schüchtern ist, da muss schon mehr dahinter sein, damit es interessant bleibt und das Publikum Lust hat, weiterzuschauen. Ich habe mit den Autoren zwei Jahre lang an der Figur gearbeitet, es war ein sehr kreativer Prozess, weil ich wollte, dass die Rolle vielseitig ist.
Hier das komplette Interview lesenQuelle: mainpost.de Jeanette Biedermann im Interview: Anna und der Schattensprung„Anna und die Liebe“ ist schon wieder eine Telenovela, die in Berlin spielt. Du bist Berlinerin. Warum ist die Stadt so prädestiniert für die Geschichte.Jeanette Biedermann: Naja, es wurde auch angedacht, sie in einer anderen Stadt zu drehen. Aber da habe ich natürlich gesagt: Leute, ich bin Berlinerin und ich hab jetzt überhaupt keine Lust, ein Jahr in eine andere Stadt zu ziehen. Berlin ist wunderschön, also lasst es uns einfach wieder in Berlin tun. Ich bin sehr sehr froh, dass es Berlin ist, dass ich einfach zu Hause bin, und ich jetzt nicht noch ein Jahr in eine andere Stadt ziehen muss und von meinen Freunden und meiner Familie getrennt bin. Das wäre, glaube ich, etwas schwierig bei dem Drehpensum.
Warum ist Berlin als Kulisse so interessant?Jeanette Biedermann: Berlin ist einfach eine tolle Stadt. Ich bin in vierter Generation Berlinerin. Sie ist meine Hometown und hat viele Facetten. Du kannst an verschiedene Ecken der Stadt gehen und die sehen alle anders aus, und genau das macht die Stadt so interessant. Du hast Wasser und du hast Kiez und du hast architektonisch großartige Gebäude, aber auch kleine Häuschen und Siedlungen. Das macht natürlich einiges her und sorgt dafür, dass du bei der Motivsuche nicht Wochen unterwegs bist, bist du ein Motiv gefunden hast.
Hast du einen Lieblingsplatz in der Stadt?Jeanette Biedermann: Ach, ich hab so viele. Das ist immer stimmungsabhängig.
Und welchen Platz würdest du einem verliebten Pärchen für romantische Momente empfehlen?Jeanette Biedermann: Am besten fährt man da an einen der wunderschönen Seen und macht eine schöne Bootsfahrt.
Bist du privat auch so ein Serienjunkie wie viele Mädels?Jeanette Biedermann: Absolut. Ach ich guck so viel. An deutschen Serien mag ich so gerne „Pastewka“ und „Stromberg“. Ich schau wahnsinnig gerne „King Of Queens“. Ich mag die ganzen alten Sachen total gerne, also „Verliebt in eine Hexe“, „Addams Family“ und „The Munsters“. Wenn ich wahnsinnig gestresst bin und es wird mir zu viel, dann brauche ich unbedingt die „Waltons“, denn es ist für mich entspannend, nach Waltons Mountain zu kommen und die heile Welt zu haben. Großartig. „Charmed“ ist meine absolute Ober-Lieblingsserie. Ich habe alles zu Hause, denn ich habe natürlich das Problem, dass ich im Fernsehen nicht so richtig den roten Faden halten kann. Und dann mache ich manchmal sonntags einen ganzen Tag Power-DVD-Gucken.
Wie wirst du die erste Folge von „Anna und die Liebe“ erleben?Jeanette Biedermann: Es ist nicht zu glauben, aber: Ich habe sie schon fast zehn Mal erlebt. Ich musste sie mit meinen Freunden gucken, mit meiner Familie, dann noch mit meinen Serienkollegen.
Du hast gesagt, in den Drehpausen arbeitest du am neuen Album. Wie viel Zeit bleibt denn da wirklich?Jeanette Biedermann: Das ist alles gut geplant. Wir stehen nicht im totalen Chaos. Wir haben bis zur Veröffentlichung der ersten Single noch zwei Monate Zeit und bis zur Veröffentlichung des Albums ist Dezember. Das heißt, es ist alles noch im entspannten Rahmen.
Hier das komplette Interview lesenQuelle: ahlener-zeitung.de